4 Jahre,  5 Jahre,  6 Jahre,  Geschichten

Zitronenkind

Seid ihr eher von der zögerlichen oder von der impulsiven Sorte?

Ich denke, wir alle verhalten uns ab und zu etwas zögerlicher wie andere, sind etwas zurückhaltender und müssen uns unsere Gedanken noch einige Male mehr durch den Kopf gehen lassen, bevor wir uns zu etwas entscheiden können.

So geht es auch der Zitrone Toni im Bilderbuch „Zitronenkind“ das ich euch heute vorstellen möchte. 

„Zitronenkind“ von Nele Brönner ist 2020 im NordSüd Verlag erschienen. Es umfasst 32 Seiten und wird für Kinder ab vier Jahren empfohlen.

In diesem Bilderbuch geht es um Toni ein Zitronenkind, das nicht gelb werden möchte und eher von säuerlichem Charakter ist. Auch weil er von seinen gelben Geschwistern gehänselt wird, entscheidet er sich erst recht für immer im Schatten und somit grün zu bleiben.

Eines Tages springt eine Geschwisterzitrone nach der anderen vom Baum und freut sich darauf die Welt zu entdecken. Nur Toni bleibt am Baum. Allerdings wird er doch etwas nachdenklicher und fragt sich, ob es vielleicht doch noch mehr gäbe als an seinem Zitronenbaum zu hängen. Am nächsten Morgen entscheidet er sich ganz mutig ebenfalls zu springen und wird prompt von einem Kind gefunden. Das Kind nimmt Toni nach Hause mit und legt ihn zusammen mit all den anderen Schätzen auf eine Fensterbank. Von diesen wird Toni freundlich empfangen und er hat ab jetzt einen herrlichen Blick in seinen Garten.

Die Geschichte ist in gut verständlichen Sätzen geschrieben und der Fliesstext wird durch Aussagen im Comicstil ergänzt. 

Die wunderschönen Bilder sind in harmonischen Farben gehalten und unterstreichen die Geschichte sehr passend. Auf dem Vorsatzpapier sind viele verschiedene Zitronenarten und -produkte dargestellt. Ehrlicherweise hatte ich ja keine Ahnung, dass es so viele verschiedene Zitronen gibt J Wirklich interessant.

Ich finde die Geschichte um Toni, das Zitronenkind, sehr schön. Sie zeigt, dass es auch in Ordnung ist, wenn man nicht bei den ersten dabei ist und zuerst noch etwas reifen und wachsen muss. Und auch, dass man etwas nicht machen muss, nur weil es alle andern machen. Sondern dass es immer für einen selber passen sollte.

„Zitronenkind“ ist für mich ein empfehlenswertes Buch mit einer stimmigen Geschichte, welche wunderschön und sehr passend illustriert ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.