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Vom kleinen Waschbären der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist

Viele Erwachsene verkennen regelmässig die eigenen Talente und tappen immer wieder in die Falle nur das zu sehen, was sie nicht so gut können. Leider beginnt das nicht erst im Erwachsenenalter, sondern bereits in der Kindheit. Manchmal benötigt man dann jemanden „von Aussen“, um sich wieder klar zu werden, wie wertvoll man eigentlich ist. Und genau dieses Gefühl sollten wir Eltern unseren Kindern ständig geben und sie damit stärken.

„Vom kleinen Waschbären der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist“ von Kerstin Toepel ist 2018 im SCM Verlag erschienen. Das Bilderbuch umfasst 40 Seiten und wird für Kinder ab drei Jahren empfohlen.

Die Geschichte handelt von dem kleinen Waschbären Henry, der täglich alle seine Freunde besucht. Die beiden Mäuse nehmen ihn jeden Tag zum Pusteblumen-Fallschirmspringen mit. Dabei stürzt Henry täglich ab. Der Biber kann mit seinen Zähnen wunderschöne Holzskulpturen machen. Diese von Henry werden einfach nicht toll. Das Reh kann super tanzen. Henry leider nicht. Und er schafft es noch nicht einmal zusammen mit dem Frosch auf einer Seerose zu liegen.

Henry ist sehr frustriert und traurig, dass er nichts richtig kann. Da begegnet ihm ein Wolf, der Hüter des Waldes. Dieser Wolf erklärt Henry, dass seine Freunde diese Dinge nur dank ihm so gut können und dass er dafür ein wahrer Freund sei. Und dies ist doch eines der grössten Talente.

Der Text des Bilderbuches ist relativ umfangreich, weshalb ich die Altersempfehlung von drei Jahren etwas hinterfrage, da es doch eine lange Aufmerksamkeitsspanne benötigt. So eignet sich die Geschichte meiner Meinung nach eher erst ab vier Jahren. Erzählt der Vorleser die Geschichte aber nur anhand der Bilder, dann könnte dieses Buch gut schon ab drei Jahren empfohlen werden. 

Die Illustrationen sind in satten Naturtönen gehalten. Die Tiere sind sehr freundlich und liebevoll dargestellt. Toll finde ich, dass es auf den Bildern sehr viel (teilweise auch Witziges) zu entdecken gibt: beispielsweise die Schilder, ob ein Pilz gut oder giftig ist.

Wer ein Buch über die Stärkung des Selbstvertrauens und über Freundschaft sucht, wird mit diesem Buch fündig. Ich denke, der Wolf welcher als Hüter des Waldes dargestellt wird, kann entweder als Wolf belassen werden oder wenn gewünscht auch als Symbol für Gott verstanden werden.

Ich finde „Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist“ eine schöne Geschichte mit tollen Illustrationen und empfehle sie gerne weiter.

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