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Das NEINhorn

Nein, ich gehöre definitiv nicht zu den Zuckerwatte und Glitzerstaub pupsenden Einhorn-Fans (bin ich nun auch ein NEINhorn?). Um dieses Buch zu mögen muss man dies aber auch wirklich nicht sein.

Ich finde die Kernaussage der Geschichte so toll. Sei nämlich einfach wie du bist. Verbiege dich nicht für andere. Du darfst auch deine negativen Gefühle zum Ausdruck bringen. Und auch wenn du damit gegen den Strom schwimmst, wirst du irgendwo jemanden finden, der dich versteht.

Das NEINhorn ist im Carlsen Verlag im Jahr 2019 erschienen. Geschrieben hat es Marc-Uwe Kling. Die Geschichte umfasst 48 Seiten und wird für drei bis sechs Jährige empfohlen. Wobei unser Dreijähriger mit der Geschichte (und allen Wortspielen) noch nicht klarkommt.

In „Das NEINhorn“ geht es um ein Einhorn, das sich oft am falschen Ort fühlt und deshalb zu allem Nein sagt. Da es nicht zuckrigrosaglänzend sein möchte, nur weil es ein Einhorn ist, ist es genervt von der ganzen Zuckerwattewelt. So verlässt es eines Tages seine Einhornfamilie und trifft den WASbär, den NAhUND und die KönigsDOCHter. Die vier schliessen Freundschaft und finden heraus, dass es noch mehr Spass macht zusammen bockig zu sein.

Am Schluss des Buches werden noch mehr tolle Tiere vorgestellt, zu denen jedes Leserkind eine eigene Geschichte erfinden kann. Hast du schon mal von der Schlaumeise, dem Abär oder von der Warummel gehört?

Als das NEINhorn noch in der Zuckerwattenwelt wohnte, ist der Text in Reimen gehalten. Da das NEINhorn aber Reime blöd findet, ist der zweite Teil des Buches nicht mehr gereimt. Die Texte in „Das NEINhorn“ sind oft witzig, vor allem mag ich die Wortspiele beispielsweise mit den Tiernamen sehr. Manchmal gibt es lange Dialoge zwischen den Tieren, wie zum Beispiel „Nein.“ „Doch.“ „Nein.“ „Na und.“ „Nein.“ „Was?“ Da ist es beim Vorlesen nötig die verschiedenen Tiere in einer anderen Stimme vorzulesen, sodass der Zuhörer folgen kann.

„Das NEINhorn“ ist wunderschön gestaltet. Bereits auf dem Vorsatzpapier des Buches ist eine schöne Landschaftskarte zu sehen, auf der verfolgt werden kann wo das NEINhorn überall vorbeikommt. Aber auch die Bilder im Buch sind sehr farbenfroh und detailreich gemalt.

Ich finde es eine schöne, fantasievolle Geschichte, mit der tollen Aussage, dass man sich selber bleiben soll.

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