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Max findet einen Freund

Die Sache mit Freunden fand ich als Kind irgendwie einfacher. Entweder man mochte sich und war befreundet oder man mochte sich eben nicht und liess es mit der Freundschaft bleiben. Wenn man sich als Erwachsene mag, bedeutet das aber noch lange nicht, dass man auch wirklich befreundet ist. Auf was man aber genau wartet, dass es sich doch zu einer Freundschaft entwickelt, kann ich eigentlich gar nicht sagen. Kompliziert irgendwie…

Wie ist das bei euch? Entwickeln sich Freundschaften bei euch schnell oder eher langsam?

Im Kinderbuch „Max findet einen Freund“ von Anna Lisicki-Hehn geht es genau darum, wie einfach es ist einen Freund zu finden. Das Pappbilderbuch wurde 2019 über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert und umfasst 22 Seiten. Ich würde dieses Kinderbuch ab vier Jahren empfehlen.

In „Max findet einen Freund“ geht es um Max der am frühen Morgen im Garten ein Kaninchen entdeckt und fest hofft dieses behalten zu können. Die beiden Papas (ja, zwei Papas) von Max bestehen aber darauf in der Gegend Plakate aufzuhängen, ob ihr Herr Hoppel von jemandem vermisst wird. Max verbringt sehr viel Zeit mit Herr Hoppel und schliesst ihn in sein Herz. Als sich nach zwei Wochen ein Mädchen namens Mimi meldet, der ihr Kaninchen Stupsi weggelaufen ist, ist Max untröstlich. Erst nach einer Woche kommt ihm die Idee einfach zu Mimi zu gehen und „sein“ Kaninchen zu besuchen. Max und Mimi verstehen sich sofort und verbringen nun viel Zeit miteinander. So hat Max nicht nur einen, sondern gleich zwei neue Freunde gefunden.

Der Text im Buch ist relativ lange, aber einfach und kindgerecht geschrieben. Meist ist auf einer Seite eine seitenfüllende Illustration und auf der anderen Buchseite der Text mit einem kleinen Bild abgedruckt. 

„Max findet einen Freund“ ist farbenfroh, in harmonischen und eher sanfteren Farben illustriert. Allgemein kann man die Geschichte auch sehr gut nur anhand der Bilder nachvollziehen, dies finde ich vor allem für Kinder die noch nicht lesen können oder eine verkürzte Aufmerksamkeitsspanne haben sehr passend. 

Fazit

Für mich ist „Max findet einen Freund“ eine schöne, ruhige Geschichte über die Entwicklung von Freundschaften. Super finde ich, dass Max zwei Papas hat, dies aber in der Geschichte nicht genauer erläutert wird, sondern einfach so ist. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch gerade deswegen auch in Familien ohne „typische Familienkonstellation“ sehr gut ankommt. 

Ich empfehle das Pappbilderbuch sehr gerne weiter. Du kannst es bei https://anna-artwork.de/ kaufen – und nein, ich verdiene nichts daran 😉

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